Samstag, 29. Juli 2017

Mini-Garderobe Juli: Rock

Laut meinem ursprünglichen Plan für die Mini-Garderobe wollte ich einen Maxi-Jersey-Rock nähen, einfachste Ausführung. Da erschien mir dann doch etwas zu poplig für eine Präsentation im Rahmen des Projektes. Also machte ich mich auf die Suche nach einem hübschen Schnittmuster und wurde fündig in der Burda 4/2009, Nr. 101. Und weil man auf den folgenden Fotos nicht wirklich erkennen kann, wie sich der Rock zusammen setzt, vorab die technische Zeichnung:

Burda 4/2009 - Nr.101

Mir gefielen der Pseudo-Knopfverschluss und die Nähte, das macht so einen Rock gleich etwas lebendiger. Genäht habe ich das Ganze in sommerlichem Weiß (Leinen-BW-Mix), auch wenn mir bewusst war, dass das meine ohnehin käsigen Beine nicht ins opitmale Licht rückt. Letztlich kam der Rock optisch genau so raus wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Prima!



Oder doch nicht prima? Gerade das von mir geschätzte Detail mit den Knöpfen wird im wirklichen Leben eher unsichtbar bleiben, denn ich trage meine Oberteile über dem Rock und schiebe sie nicht in den Bund. Auf den Fotos habe ich das Oberteil so hingezuppelt, dass man die Knöpfe hoffentlich etwas erahnen kann ;-) Außerdem: Der Rock ist weiß! Da schimmert ja alles durch, was man in den Bund steckt.

Zugeschnitten habe ich anhand der Maßtabelle. Aufgrund verschiedener Erfahrungswerte hätte ich wissen müssen, dass das Ergebnis zu groß ausfallen wird. So sitzt der Rock auf der Hüfte anstatt in der Taille. Und - um nochmal auf das Problem mit der verschwindenden Knopfleiste zurück zu kommen - bei einem hüftigen Rock stecke ich das Oberteil erst recht nicht in den Bund. Das Blöde bei dem hüftigen Sitz ist außerdem, dass sich der Rock beim Sitzen automatisch in Richtung Taille hoch schiebt. Das ist lästig und beim Aufstehen muss man den Rock erst mal wieder richten und da hinschieben, wo er hin gehört.



Fazit: Perfekt ist der Rock nicht, aber er ist okay. Zumindest in diesem Sommer wird er in meinem Schrank bleiben, denn eigentlich gefällt er mir und ich kann ihn - dank weißer Farbe, hö, hö - zu allem kombinieren.

 Bei der Mini-Garderobe-Sammlung darf der Rock aber trotz aller Umstände vortanzen.






Mittwoch, 14. Juni 2017

Mini-Garderobe Juni: Shorts

Planänderung! Eigentlich war der Juni laut meinem Plan für die Mini-Garderobe der "Badeanzug-bzw.-entsprechende-Alternative"-Monat. So richtig hat´s mich aber nicht dazu gerissen. Umso mehr hatte ich Lust auf die Shorts! Die vergangenen Jahre befanden sich tatsächlich keine kurzen Hosen im Schrank. Ich frage mich ernsthaft, wie ich die letzten Sommer kleidungstechnisch überstand. Dieser Missstand ist nun behoben, denn - tadaaa - hier sind die Shorts, die heute gleich mal ihre Feuerprobe bei einer Wanderung bestanden haben:


Schnittmuster war die Nr. 122 aus der Burda 2/2011. Die vorgegebenen Paspeltaschen habe ich vorne durch normale Taschen (haben die auch einen Namen?) ersetzt, bzw. hinten ganz weg gelassen. Genäht habe ich die Shorts aus Baumwollpopeline - für eine leichte Sommerhose genau richtig, wie ich finde.


Bei Kaufhosen habe ich ja ständig das Problem, dass der Bund zu weit ist. Der Unterschied zwischen Hüfte und Taille ist bei mir deutlich größer als in der Konfektion vorgegeben. Hier hatte ich es selbst in der Hand, am Schluss eine gut sitzende Hose zu erhalten und in der Tat sind am Bund 7 cm der Schere zum Opfer gefallen.

Erschöpft - aber die Aussicht lohnt die Mühen!

Fakt ist, dass ich weitere Shorts brauche! Meine ersten Shorts schicke ich aber schon mal zur Mini-Garderobe-Parade und weil´s gerade passt auch zum MeMadeMittwoch.  

Sonntag, 28. Mai 2017

Mini-Garderobe Mai: Kleid


Stellt Euch vor, ihr habt ein Kleid, welches ihr sehr gerne tragt. Es ist bereits einige Jahre alt und so langsam sieht man es dem Textil auch an. Ein Nachfolger muss her und dieser soll dem alten Modell sehr ähnlich sein, denn man fühlte sich sehr wohl damit. Ihr werdet Schwierigkeiten haben, nach Jahren ein Kleid mit dem gleichen Schnitt im Laden zu finden. Die Mode ändert sich, die Modelle wechseln. Wenn man näht, dann ist man nicht auf die Angebote der Geschäfte angewiesen. Man kann einen geschätzten Schnitt so oft nähen und variieren, wie man möchte. So auch bei meinem neuen Kleid. Die Empire-Linie entspricht zwar nicht gerade der gängigen Mode, aber ich mag sie sehr gerne.


Den ursprünglichen Schnitt vom Kleid 113 aus der Burda 2/2008 habe ich im Lauf der Jahre bereits in einigen Varianten genäht. Und auch diesmal orientierte ich mich gerne wieder an diesem "Basisschnitt", wobei in diesem Fall nur die Schnittteile für das Oberteil übernommen wurden - und da änderte ich die Form des Ausschnitts. Die Rockteile habe ich nach eigenem Gutdünken genäht, dieses mal mit Maxi-Länge.


Der Stoff ist irgend ein feines Mischgewebe. Er lagert schon Ewigkeiten bei mir im Schrank und hat offenbar nur darauf gewartet, ein prima Sommerkleid für mich zu werden. Dunkelblaugrau, schön schlicht. Der einzige bisher festzustellende Nachteil ist, dass ich nach dem ersten Tragen meine, dass er etwas kratzt. Könnte aber auch einfach nur daran liegen, dass der recht hohe Ausschnitt ungünstig an meinen Schlüsselbeinen reibt. Ich werde das einfach beobachten - und bei Bedarf ändern.


Bei Kleidern setze ich den Reißverschluss gerne in die Seitennaht. Man ist sonst beim Anziehen ständig auf Hilfe angewiesen oder muss die schönsten Verrenkungen durchführen um das Kleid zu schließen. Wie man erkennen kann, habe ich in diesem Fall leicht unsauber gearbeitet, denn die Kanten passen um wenige Milimeter nicht. Na ja - unter dem Arm fällt das ja ansonsten hoffentlich keinem auf ;-)


Ich freue mich jedenfalls über mein neues Kleid, das ich demnächst gleich mal auf die Arbeit anziehen werde (sobald ich passende Schuhe dazu habe) und schicke es vorab schon mal zu Miriams Mai-Sammlung der Mini-Garderobe. Dieses mal bin ich garantiert noch rechtzeitig dabei! Juhu!