Freitag, 9. März 2012

Hätte, wenn und aber... - oder: Die Bleistift-Schmach

Sorry, heute muß ich jammern. Ich bin zwar selber schuld - aber trotzdem. Ganz kurz (wirklich nur kurz, ehrlich) muß ich in Selbstmitleid versinken. Achtung, es geht los:

[jammermodus]
Hätte ich nur nicht mit Bleistift markiert! Sonst arbeite ich ja mit Schneiderkreide, doch wenn die Markierung feiner sein sollte, dann bin ich schon mal auf den Bleistift ausgewichen. Bisher hatte das ganz gut funktioniert, die Markierung verschwand entweder während des weiteren Nähverlaufs oder war am Ende anderweitig nicht mehr zu erkennen (weil z.B. auf der linken Seite angebracht). Aber diesmal war alles anders. Die Markierungen wollten einfach nicht verschwinden. Radieren ging nicht gut, Waschen half leider auch nix.
    Konkret handelt es sich hierbei um die Markierung der Biesen auf einem Stück Batist, das einmal meine Chemisette werden sollte. Die Biesen sind fertig und die Markierungen weigern sich hartnäckig zu verschwinden. Klar ist, dass so was natürlich ausgerechnet dann passiert, wenn man etwas von Hand näht und alleine deshalb nicht unbedingt wieder von vorne anfangen möchte.

    Hätte ich mir nur mal einen dieser superfeinen, auswaschbaren Markierstifte zugelegt, den eine Freundin benutzt. Nimmt man solche Stifte eigentlich auch beim Quilten? Da muss man ja supergenau arbeiten. 

    Überhaupt, wenn ich nicht zu viele Markierungen eingezeichnet hätte, wäre es halb so wild. Zwischen den Biesen fallen die Bleistiftlinien nicht so auf. Aber ich brauchte halt weniger Biesen, als ich zunächst angenommen hatte. Und nun sieht man eben die hässlichen Striche auf dem weißen Stoff. *zeter,schluchz,heul*
    [/jammermodus]

    Im aktuellen Chemisetten-Fall kommen diese Feststellungen leider alle zu spät und ich werde den Vorgang unter „Lehrgeld zahlen“ verbuchen. Deshalb mein aktueller Tipp und die immerwährende Memo an mich:

    Beim Nähen sollten die Markierungen besser nicht mit Blei gemacht werden!  


    Wenn ich die Bleistift-Schmach verarbeitet habe (in fünf Minuten oder so...), werde ich einen neuen Chemisetten-Versuch wagen . Ich könnte versuchen, das Markieren per Fadenziehen vorzunehmen, aber die Fäden sind verflixt fein. Mal sehen.

    Kommentare:

    1. Herrje...vielleicht tröstet es Dich ja, dass auf manchen Originalkleidern immer noch Markierungen zu erkennen sind?! Ich glaube, so streng haben die Damen es damals nicht gesehen...vielleicht kannst Du die Biesen auch einfach nach Augenmaß legen, auch das sieht man an Originalen häufig, da sind Falten und Biesen nur auf den ersten Blick wirklich alle gleich gehalten...ansonsten sind die Markierungsstifte, die nach ein paar Tagen einfach verblassen natürlich eine gute Alternative, obwohl ich auch immer eher Kreide & Bleistift nehme.

      Sabine

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    2. Oh je.........*tröst*, da muß ich mich ja wirklich vor sehen...ich nehem auch immer Bleistift, aber in so ein Dilemma bin ich zum Glück noch nicht geraten. Ich kann deinen Ärger sehr gut nachvollziehen, denn bis hier hin ist es ja schon ne menge Arbeit gewesen!
      Ich hoffe du bekommst es noch gut hin, nicht aufgeben!!!
      LG Saahre

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    3. Danke für Eure lieben Worte, die muntern mich doch etwas auf.

      @Sabine: Auf mein Augenmaß verlasse ich mich besser nicht. Die Biesen weisen ja trotz der Markierungen Unregelmäßigkeiten auf - was ich durchaus charmant und authentisch finde. Aber wie es am Ende wohl aussähe, wenn ich ganz ohne Hilfslinien areiten würde...? ;-)

      @Saahre: Ganz aufgegeben habe ich tatsächlich noch nicht. Heute habe ich mich nochmal dran gesetzt. (aber mit wenig Motivation, wie ich gestehen muß)

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    4. Hm... Hast du mal versucht, das "Problem" mit einem Oxi-Produkt einzuweichen? Das Zeug holt doch einiges an fiesen Flecken raus, und es klingt, als hättest du eh nichts mehr zu verlieren. ;)

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    5. Bleichen! - Klar! *vor die Stirn patsch* Das wird natürlich ausprobiert. Danke für den Tipp, Ala! Ich werde berichten...

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    6. Ich mein nichtmal richtige Bleiche, sondern das fröhliche Zeug im Stil von Oxi-Action. Nachdem das sogar Gilb aus Sachen rauskriegt, ist es bei Bleistift zumindest einen Versuch wert.

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